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25 Ideen für Gute-Nacht-Geschichten, wenn dir gerade keine einfällt

Fünfundzwanzig sofort einsetzbare Einstiege für Gute-Nacht-Geschichten, für die Abende, an denen dein Kopf leer ist. Von gemütlich bis albern gruppiert. Keine Vorbereitung, und perfekt muss gar nichts sein.

MarcoBaut Träumli, solo
25 Ideen für Gute-Nacht-Geschichten, wenn dir gerade keine einfällt
25 Ideen für Gute-Nacht-Geschichten, wenn dir gerade keine einfällt

Es ist spät, dein Kind will eine Geschichte, und dein Kopf ist vollkommen leer. Du bist nicht faul, und an Liebe fehlt es auch nicht. Du hast die Drachengeschichte nur schon vierzigmal erzählt, und deine Fantasie hat irgendwann beim Abendessen Feierabend gemacht.

Hier sind also 25 Einstiege, die du heute Abend einsetzen kannst, ganz ohne Vorbereitung. Und keiner davon muss gut sein. Eine holprig erzählte, ausgedachte Geschichte von jemandem, der dich liebt, schlägt jede perfekte. Such dir unten eine Zeile aus, sprich sie laut, und folge ihr dahin, wohin dein Kind sie trägt.

Abenteuer und Reisen

  1. Aus einem Bibliotheksbuch fällt eine Schatzkarte, und das X markiert eine Stelle in eurer eigenen Straße.
  2. Der kleinste Drache im Tal ist der Einzige, der klein genug ist, um an den verlorenen Schlüssel zu kommen.
  3. Hinten am Gartenschuppen taucht eine Tür auf, die gestern ganz sicher noch nicht da war.
  4. Nach dem Regen sticht ein Papierboot in der Gosse in See, und es muss ganz dringend irgendwo ankommen.
  5. Der letzte Stern will heute Abend nicht herauskommen, und jemand muss hinaufklettern und ihn fragen, warum.

Gemütlich und ruhig

Die hier eignen sich für die Zielgerade, wenn sie wirklich zur Ruhe kommen sollen.

  1. Ein Leuchtturmwärter, der sich vor der Dunkelheit fürchtet, merkt, dass der Leuchtturm auch ein bisschen Angst hat.
  2. Eine Wolke, die den ganzen Tag beschäftigt war, findet endlich einen stillen Hügel zum Ausruhen.
  3. Jede Decke im Haus bewahrt eine warme Erinnerung, und heute Abend erzählt eine davon.
  4. Eine Schnecke trägt ihr Haus so langsam den Hügel hinauf, dass sie unterwegs den ganzen Sonnenuntergang sieht.
  5. Der Mond nimmt den langen Heimweg, damit er allen Gute Nacht sagen kann, an denen er tagsüber vorbeigekommen ist.

Dein Kind als Held

Setz einfach den Namen deines Kindes ein. Das verändert alles daran, wie die Geschichte ankommt.

  1. Dein Kind wacht eines Morgens auf und versteht genau, was das Haustier gerade denkt.
  2. Dein Kind wacht auf und merkt, dass an diesem Tag alles, was es malt, leise wahr wird.
  3. Dein Kind entdeckt eine Treppe, die nur nach Einbruch der Dunkelheit auftaucht, und die Tür oben führt jede Nacht woandershin.
  4. Dein Kind pflanzt vor dem Schlafengehen einen einzigen Samen, und bis zum Morgen ist daraus etwas gewachsen, das einen Namen braucht.
  5. Dein Kind erfährt, dass sein Schatten kleine Abenteuer erlebt, während es schläft.

Albern und zum Kichern

  1. Jemand klaut ständig den linken Socken, und die Ermittlungen führen schnurstracks unters Bett.
  2. Das Frühstück fängt an zu reden, und der Toast hat ziemlich starke Meinungen.
  3. Ein Pinguin zieht nebenan ein und besteht darauf, dass alles besser ist, wenn es rutschig ist.
  4. Der Staubsauger schreibt heimlich Gedichte über alles, was er findet.
  5. Die Schwerkraft macht einen Tag frei, und ins Bett zu kommen wird überraschend kompliziert.

Sanfte Lektionen, leicht eingewoben

Der Trick: Sprich die Lektion nie aus. Lass sie einfach passieren.

  1. Ein junger Fuchs ist zu schüchtern, um mitzumachen, bis alle merken, dass er der beste Zuhörer im Wald ist.
  2. Zwei Freunde wollen beide den letzten Apfel und erfinden etwas Besseres, als ihn zu halbieren.
  3. Ein kleiner Vogel hat schreckliche Angst vor seinem ersten Flug und entdeckt, dass mutig und ängstlich in derselben Brust wohnen können.
  4. Jemand Neues zieht in den Wald, und alle müssen herausfinden, wie sie Platz machen.
  5. Ein Kind findet heraus, dass Entschuldigen eine ganz eigene kleine Zauberei ist.

So bleibst du dran, wenn du steckenbleibst

Du wirst mitten in der Geschichte keine Idee mehr haben. Das geht allen so. Die Lösung: Gib deinem Kind das Steuer. Immer wenn du nicht weiterweißt, stell ihm eine Frage, statt selbst die Antwort zu erfinden. "Und wer kam dann um die Ecke?" "Was war wohl darin?" "Sollen sie es aufmachen oder weglaufen?" Es trägt die Geschichte irgendwohin, wo du nie hingekommen wärst, und das Steckenbleiben wird zum schönsten Teil.

Und an den Abenden, an denen auch eine Liste nicht reicht

Manche Abende ist der Tank einfach leer, und das ist völlig in Ordnung. Genau für diesen Moment habe ich Träumli gebaut: Es schreibt in ein paar Sekunden eine neue Geschichte mit deinem Kind als Held, sodass du direkt zum Vorlesen springen kannst. Und falls dich interessiert, warum in einer Gute-Nacht-Geschichte überhaupt dein eigenes Kind die Hauptrolle spielen sollte, darüber habe ich hier geschrieben.

Aber heute Abend brauchst du nichts davon. Du brauchst nur einen ersten Satz. Such dir oben einen aus und schau, wohin er führt.

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